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ENTSTEHUNG UND AUFRECHTERHALTUNG VON PRIMÄREN SCHLAFSTÖRUNGEN
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SCHLAFBEHINDERNDE GEDANKEN
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- Grübeln über konkrete Probleme
- Gedanken über Schlaflosigkeit und negative Konsequenzen
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UNGÜNSTIGE SCHLAFGEWOHNHEITEN
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- Mittagsschlaf
- Lange Bettliegzeiten
- Unregelmäßiger Rhythmus
- Wochenendschlaf
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KONSEQUENZEN
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UNMITTELBAR
- Müdigkeit/ Erschöpfung
- Einschränkung der Aktivität/ Schonhaltung
- Beeinträchtigung der Stimmung/ Leistung
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MITTEL- und LANGFRISTIG
- Medikamenteneinnahme
- Verlust der Lebensqualität
- Depressionen
- Probleme in spezifischen Bereichen (Beruf, Sexualität, soziale Kompetenz,...)
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EMOTIONALE und PHYSIOLOGISCHE AUSWIRKUNGEN
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- Erregung, Angst, Ärger
- Resignation
- Anspannung und Aktivierung
- Schwitzen und Herumwälzen
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WAS VERSTEHT MAN UNTER EINER SCHLAFSTÖRUNG?
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Stellen Sie sich vor, sie hätten die letzte Nacht - aus irgendeinem Grunde - schlecht geschlafen. Sie haben sich durch den heutigen Tag geschleppt, es ist Abend geworden und Sie gehen mit der Erwartung zu Bett, den verlorengegangen Schlaf in dieser Nacht nachzuholen. Obwohl Sie sich todmüde fühlen, können Sie aber auch in dieser Nacht erst nach längerer Zeit einschlafen und werden zudem nachts immer wieder wach. Sie haben das Gefühl, den Großteil der Nacht bestenfalls im "Halbschlaf' verbracht zu haben. Den ganzen nächsten Tag über fühlen Sie sich gerädert, niedergeschlagen und bedrückt. Gegen Abend beginnen Sie zu überlegen, wie Sie die folgende Nacht verbringen werden. Um auf der sicheren Seite zu sein auch wirklich ausreichend Schlaf zu erlangen, gehen Sie allen Anstrengungen und Aktivitäten am Abend aus dem Wege. Einem Freund, der sie abends zu sich einladen will, sagen Sie mit der Begründung ab, dass sie viel zu müde seien. Die Nacht kommt und sie können gut einschlafen, aber bereits nach drei Stunden werden sie wieder wach und merken, es ist erst 1 Uhr morgens. Sie sind nicht nur hellwach, sondern denken mit von Angst erfüllten Gedanken an den bevorstehenden Tag: "Es ist schon wieder so weit!", "Was ist denn mit mir los?", "Wie soll ich morgen in der Arbeit meine Leistung erbringen, wenn ich zu wenig Schlaf erhalte?"
Das hier geschilderte Szenario aus unerholsamen Schlaf, quälenden Wachphasen in der Nacht und einer beeinträchtigten Wachsamkeit am Tage tritt bei Schlafgestörten nicht über Tage, sondern über Monate oder sogar Jahre auf. Leider machen Schlafgestörte oft die Erfahrung, dass sie von Außenstehenden nicht ernst genommen werden. Der Bettpartner bestreitet, dass dieser die ganze Nacht wach gelegen hätte. Der Arbeitskollege empfiehlt, sich mehr zu entspannen und ein Glas Rotwein zu trinken. Zu der quälenden Einsamkeit in der Nacht gesellt sich die beeinträchtigte Lebensqualität am Tage und das Gefühl, der Schlafstörung völlig ausgeliefert zu sein.
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WELCHE UMWELTFAKTOREN VERURSACHEN SCHLAFSTÖRUNGEN ODER BEEINFLUSSEN DIESE NEGATIV?
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Eine Reihe externer Faktoren kann zu einer Schlafstörung (Insomnie) führen:
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- Licht
- Lärm
- Hitze
- Kälte
- unkomfortable Schlafbedingungen aufgrund eines ungeeigneten Bettsystems (Matratze, Latterost, Bettwaren)
- Störungen durch den Bettpartner (Schnarchen, Bewegungen, Schlafstörungen des Bettpartners)
- nächtliche Rufbereitschaft (Krankenpflege,...)
- falsche Schlafhygiene (siehe REGELN DES GESUNDEN SCHLAFES)
- Aktuer Stress
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WIE HÄUFIG SIND SCHLAFSTÖRUNGEN?
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Schlafstörungen gehören wie Kopfschmerzen zu den am weitest verbreiteten psychosomatischen Beschwerden. In den westlichen Industrieländern leiden 20 – 30 Prozent der Bevölkerung darunter und 10 Prozent der Befragten weisen eine schwere Schlafstörung, die die Notwendigkeit einer Behandlung mit sich bringt, auf. Dieser weiten Verbreitung steht eine äußerst dürftige Versorgungslage gegenüber.
Es gibt zwar genügend spezialisierte
schlafmedizinische Zentren in denen Schlafstörungen professionell
diagnostiziert werden können, aber leider besteht keine
zufriedenstellende Abdeckung eines adäquaten störungsspezifischen,
nicht auf Medikamenten aufbauenden Behandlungsangebotes.
Viel zu schnell werden Schlaftabletten verordnet, obwohl laut
"Lehrbuchmeinung" diese nur zeitlich begrenzt und am besten in
Kombination mit nichtmedikamentösen Verfahren eingesetzt werden
dürften. Ganz im Gegenteil! Schlafmittel werden über die Dauer von
Jahren verschrieben, ohne den Ursachen auf den Grund zu gehen, oder an
schlafstörenden Faktoren etwas zu verändern. Menschen mit Schlafstörungen klagen in der Regel über Ein- und/oder
Durchschlafbeschwerden, sowie über flachen, nicht erholsamen Schlaf.
Häufig findet im Laufe der Störungsgeschichte eine Verschiebung von
anfänglichen Einschlafbeschwerden bis hin zu Durchschlafproblemen
statt. Sehr oft werden die Beschwerden viel intensiver erlebt, als sie
nach genauer Messung tatsächlich sind. Hierzu ein Beispiel: Ein Patient
gibt an, seit Jahren jede Nacht nur 1-3 Stunden zu schlafen. Nach
genauerer Beobachtung kommt jedoch zu Tage, dass die mittlere
Schlafdauer deutlich höher war als vermutet, denn nach zwei bis drei
,,katastrophalen" Nächten folgte eine Erholungsnacht mit verbesserter
Schlafqualität. In der Erinnerung des Patienten überwiegen jedoch
die Katastrophennächte, so dass die Erholungsnächte nicht als
funktionierender Ausgleichsmechanismus erlebt werden können. Es
entsteht der Eindruck, dass der Schlaf völlig unberechenbar ist. Er
fällt einmal gut, einmal schlecht aus und wird nicht in Verbindung mit
schlafstörenden Umweltfaktoren wie zum Beispiel Stress, Krisen,
Trennung, u.v.m. gebracht.
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SCHLAFSTÖRUNGEN IM ALTER
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Schlafdauer und Schlafqualität nehmen im Alter ab. Vor allem ältere Männer leiden unter schlechter Schlafqualität (Wechseljahre des Mannes/ Andropause). Auswirkungen und Ursachen von Schlafstörungen stehen dabei in einem Wechselspiel. Verspannungen, Unruhe und Stress, übermäßige Sorgen, Einschränkungen der Gedächtnisfähigkeit, Veränderungen in der Insulinproduktion (Diabetes mellitus) und verminderter Fettabbau (Cholesterin) durch geringe Ausschüttung von Wachstumshormonen wechseln einander ab.
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