:: SCHLAFPROBLEME

 
   
WIE FÜHLT MAN SICH NACH EINER SCHLAFLOSEN NACHT?
 
   
Neben den nächtlichen Beschwerden klagen Menschen mit Schlafstörungen über quälende Symptome am Tage. Sie sprechen von Müdigkeit, Anspannung, "Sich wie gerädert fühlen", Antriebslosigkeit, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Konzentrations- und Leistungsdefizite und vielem mehr.
Es scheint, als würde die überdauernde Leistung bei den Betroffenen beeinträchtigt sein und nicht die punktuelle Leistung und Motivation. Dies bedeutet, dass man ständig das Gefühl in sich trägt „sich überwinden oder sich immer wieder aufraffen zu müssen“. Im Fall der Erbringung von Leistung kann zwar immer noch auf bestehende Reserven zurückgegriffen werden, was jedoch mit hohem Kräfteaufwand verbunden ist. Dies führt zu einer Minderung der globalen Lebensqualität.
Menschen mit Schlafstörungen können trotz quälender Müdigkeit auch am Tage nicht „richtig“ schlafen. Der Versuch mindestens im körperlichen Sinne zu ruhen, um endlich Schlaf zu erhalten, schlägt in der Regel fehl und endet lediglich meist in sogenannten „Dösephasen“. Manche Schlafpatienten versuchen infolge mehrmals am Tag oder am Abend solche „Dösephasen-Schlafzustände“ zu erreichen. Ein Leben auf Sparflamme ist vorprogrammiert. Das Bedürfnis nach Schlaf, Ruhe und Erholung verdrängt auf Dauer jegliche Lust an Gesellschaft oder Anteilnahme an freudigen Ereignissen.
 
 
   
WARUM EMPFINDET MAN EINE SCHLAFLOSE NACHT ALS LANGANHALTEND?
 
   
Menschen mit Schlafstörungen überschätzen typischerweise die Zeit, die sie brauchen um einschlafen zu können und ihre nächtliche Wachdauer und unterschätzen die tatsächliche Aufwachhäufigkeit und ihre gesamte Schlafdauer.
 
   
Wie gelangt man zu dieser Fehleinschätzung?
 
Jeder Mensch hat zwischen seinen Wachphasen und Tiefschlafphasen auch Leichtschlafphasen. Menschen mit Schlafstörungen erleben diese Leichtschlafphasen, die zwischen mehreren kürzeren Wachphasen eingestreut sind als durchgehende Wachzeit. 50 Prozent einer ,,gesunden" Nacht werden in den Leichtschlafstadien verbracht, in denen es auch möglich ist, äußere und innere Reize (Geräusche, Gedanken) teilweise wahrzunehmen. Aufzeichnungen ergaben bei Menschen mit Schlafstörungen zwar deutliche Auffälligkeiten, zeigen jedoch weniger, dass die effektive Schlafdauer zu kurz ist, sondern dass diese Menschen in der Nacht häufiger Aufwachen.  In der Folge entstehen Angstgedanken, wie "Ich erhalte zu wenig Schlaf und kann daher nicht richtig abschalten.", die als extrem unangenehm von den Betroffenen erlebt werden. Diese Belastung wird aufgrund der nächtlichen Wachliege-Zeiten zusätzlich erhöht.
 
 
 
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